Akademisches Corps Symposion Wien

Neue Zürcher Zeitung: Auf die Mensur!

Man fühlt sich in alte Zeiten versetzt: Auch hier und jetzt fechten Verbindungsstudenten nach alten Ritualen miteinander. Wunden werden an Ort und Stelle genäht – ohne Anästhesie.

Es ist morgens um 7 Uhr 30, dunkel und kalt. Der Präsident des Schweizerischen Waffenrings begrüsst eine grosse Schar Studenten und alte Herren, die in ihren Farben erschienen sind. Bald darauf steigt zwischen zwei Paukanten eine Partie. Mit scharfen Hieben. Die Mitglieder der Akademischen Turnerschaft Alemannia Basel, die zurzeit den Waffenring anführt, erscheinen in ihren Farben Rot-Weiss-Schwarz, die Helveter Karmesinrot-Weiss-Karmesinrot. Der Auftritt hat etwas Unentwegtes an sich. Sicherheit verbindet sich mit Stolz. Viele sind schon um 5 Uhr losgezogen, um den Gasthof rechtzeitig zu erreichen. Von ihren Wagen schleppten «Füchse», die eben erst in die Tradition des Verbindungslebens eingestiegen sind, schwere Kisten in den Saal, um ein Pauklokal herzurichten. Jede Verbindung hat ihren Bereich, mit Tischen, die nicht nur für die Fechtwaffen, also die Rapiere, gedacht sind, wie man sehen wird. Auf der andern Seite des Saals liegt eine freie Fläche, die für das wichtigste Geschehen des Tages reserviert bleibt.

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